Desinfektion

Ganz gleich, ob in einem kleinen Restaurant, in der Großküche, im Pflegeheim oder im Krankenhaus, die Desinfektion der Arbeitsmaterialien und der Hände ist eine der wichtigsten Tätigkeiten im Alltag vieler Menschen. Es ist mehr als die bloße Reinigung der Hände und Arbeitsmittel. Die wissenschaftliche Erklärung der Definition von Desinfektion lautet dem Deutschen Arzneibuch zufolge, lebendige oder tote Objekte zu behandeln und damit in einen Zustand zu versetzen, in welchem eine Infektion durch das Material unmöglich wird. Dies geschieht, indem die eiweißhaltigen Strukturen der Mikroorganismen verändert werden. Zur Desinfektion von Gegenständen oder Händen können physikalische oder chemische Verfahren herangezogen werden. Die verschiedenen Desinfektionsmittel werden zudem je nach Einsatzort unterteilt. Darüber hinaus wird je nach Verfahren differenziert, etwa in das hygienische oder chirurgische Desinfizieren der Hände.

 

Desinfektion als Teilbereich der Antisepsis

Die Desinfektion von Arbeitsmitteln und Händen ist ein wichtiger Teilbereich der Antisepsis, welche von dem Arzt Ignaz Semmelweis begründet wurde. Der als „Retter der Mütter“ bekanntgewordene Mediziner erkannte das Problem des tödlichen Kindbettfiebers bei jungen Müttern. Als Ursache benannte der Arzt nach umfangreichen Tests Infektionen, welche durch Bakterien ausgelöst werden. Als Maßnahme dagegen wies er seine Medizinstudenten an, die Hände und Arbeitsmittel mit Chlorlösung, später mit Chlorkalk zu desinfizieren. Mit Erfolg, die Sterblichkeitsrate der am Kindbettfieber erkrankten Mütter sank in der Folgezeit rapide. Zunächst wurden die Erkenntnisse Semmelweis‘ nicht angenommen, doch nach einiger Zeit wurden seine Maßnahmen auf weitere Gebiete der Medizin ausgeweitet. Bis heute wurden zahlreiche verschiedene Desinfektionsmittel entwickelt, welche sich jeweils für andere Bereiche eignen. Zudem wurde ein gänzlich neues Verfahren zur Marktreife gebracht, welches jedoch noch nicht sehr weit verbreitet ist – die Plasmadesinfektion.

 

Die Desinfektion ist effektiv gegen Bakterien, Viren, Pilze und Sporen

Je nach Zusammensetzung der jeweiligen Desinfektionsmittel, die zur Gruppe der Humanarzneimittel gehören, wirken diese unterschiedlich stark und greifen sowohl Bakterien und Viren als auch Sporen und Pilze an. Die meisten der handelsüblichen Desinfektionsmittel sind sowohl bakterizid als auch viruzid und fungizid, bei Sporen sind einige der Mittel wirkungslos. Eine Desinfektion, welche mit einem handelsüblichen Mittel für die Hände vorgenommen wird, wirkt in der Regel bakterizid und fungizid. In begrenztem Maße auch viruzid, nicht sporizid. Durch bestimmte Zusatzstoffe wird das Wirkungsspektrum der Desinfektion für Hände erweitert, so dass es neben den Wirkungsbereichen A und B weitere Bereiche abdeckt. Der Hauptwirkstoff der Desinfektion sind Alkohole wie Ethanol oder Isopropanol. Zudem sind bei hochwertigen Desinfektionsmitteln weitere hautpflegende und rückfettende Bestandteile enthalten, welche die Haut vor der Austrocknung bewahren, was bei einem häufigen Gebrauch der auf Alkohol basierenden Desinfektion in der Regel geschieht.

 

Gefahren bei der Arbeit mit Mitteln zur Desinfektion 

Bei Desinfektionsmitteln aller Art handelt es sich um Medizinprodukte, welche der Risikoklasse 2a unterliegen. Dies bedeutet, dass sie besonderen Aufbewahrungspflichten unterliegen. Zudem sollten Desinfektionsmittel mit Bedacht und strategischer Überlegung eingesetzt werden, vor allem im Haushalt. Wird die Desinfektion gewohnheitsmäßig und in kurzen Abständen vorgenommen, können Mikroorganismen bei einer zu geringen Konzentration des Wirkstoffes Resistenzen entwickeln. Dies geschieht ebenfalls, wenn die Einwirkzeit zu gering bemessen ist. Zudem sollten Mittel zur Desinfektion stets richtig entsorgt werden, damit sie nicht in Kläranlagen oder Flüsse gelangen, wo sie die Zusammenarbeit wichtiger Bakterienarten gefährden können. Darüber hinaus sollte vor dem ersten Gebrauch der Mittel zur Desinfektion das Etikett genau angesehen und nach einer Kennzeichnung durch Gefahrensymbole gesucht werden. Denn viele Desinfektionsmittel sind ätzend für die Schleimhäute und können Allergien auslösen. Die Arbeit damit sollte also ausschließlich mit entsprechenden Schutzmaßnahmen durchgeführt werden. Zudem sind einige Mittel zur Desinfektion leicht entflammbar oder im Gemisch mit Sauerstoff sogar explosiv. In Kombination mit anderen Haushaltsmitteln können einige Desinfektionsmittel zudem giftiges Chlorgas freisetzen.

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